Hans und das Glück

VIDEOINSTALLATION / 10 min., HD, 16:9, 3-Kanal-Installation ,




 
 

Es gab da einen Typen, der tauschte einen Goldklumpen gegen ein Pferd, das Pferd
gegen eine Kuh, diese wiederum gegen ein Schwein, das Schwein gehandelt für eine
Gans, welche durch einen weiteren Tausch gegen einen Schleifstein und einen
gewöhnlichen Feldstein den Besitzer wechselte, um diese danach beide in einem
Brunnen zu verlieren. Ohne alles nur mit sich selber kam er zuhause an.
Ende der Geschichte.
  
Die Aufgabe eines städtischen Screens scheint vermeintlich definiert. Es ist ein eng
abgesteckter Rahmen mit Spielraum im Konventionellen. Werbung, manchmal
Informationen über Gott und die Welt sind die geläufigen Inhalte.
  
Ökonomisch gesehen, orientiert er sich nicht am Tauschwert der Dinge, sondern
an ihrem Gebrauchswert, daran, was ihm ein Ding nützen könnte. Psychologisch,
lebt Hans in der Existenzweise des Seins, nicht des Habens.
Am Schluss erkennt Hans, dass ihn all sein Besitz eher beschwert hat, dass jedes
Ding seinem Fortkommen, seiner Freiheit im Weg war. Ihn machen Geld und Besitz
offensichtlich nicht glücklich, sondern die Art, wie er die Welt sieht befriedigt ihn.
Die Geschichte seines Heimkommen, seiner persönlichen Odyssee ist damit auch
die Geschichte zunehmender Erkenntnis.